Neben den bisher üblichen Anlässen musste die Musikkapelle in der Zeit von 1934-1937 nun auch die meisten politischen Auftritte musikalisch umrahmen.Die Musiker erhielten durch diese Aufgabe zum Teil zwar berufliche Vorteile, mussten im Gegenzug aber auch viel Zeit investieren. Das harmonische Leben innerhalb der Kapelle wurde in dieser Zeit jedoch stark beeinträchtigt, so dass es letztendlich zu einem Wechsel in der Führung des Vereins kam. Während der Zeit um 1938 beschränkte sich das Gemeindeleben auf ein Minimum, da viele Familien durch die aufgetretene Maul- und Klauenseuche erhebliche Probleme zu bewältigen hatten. Auch der ausbrechende Krieg beeinträchtigte die Aktivitäten des Musikvereins zunehmend. Es wurden noch die Primiz des Paters Franz Schupp und einige andere kirchliche und politische Anlässe musikalisch mitgestaltet, ehe der zweite Weltkrieg im Frühjahr 1940 das Vereinsleben beendete.


Der Wiederbeginn nach dem Krieg im Jahr 1948 gestaltete sich zögerlich. Erst im Jahr 1950 wurde die erste Generalversammlung des Musikvereins abgehalten. Die Vorstandschaft setzte sich damals zusammen aus Hermann Gessler, der bereits von 1926-1934 Vorstand war, Kassier Georg Vonbach und Schriftführer Konrad Späth. Unter der musikalischen Leitung von Franz Schütterle gestaltete die Musikkapelle wieder die kirchlichen und weltlichen Anlässe innerhalb der Gemeinde mit. Weiterhin nahmen sie an zahlreichen Musikfesten in der Umgebung teil. Höhepunkt war sicherlich die Aufführung der Ouvertüre „Orpheus in der Unterwelt“ beim Feuerwehrfest 1952 in Kehlen.

Nach dem überraschenden Tod von Vorstand Hermann Gessler übernahm Anton Waizenegger das Amt des ersten Vorstandes.

In der Generalversammlung am 1. April 1953 trat der damalige Dirigent Franz Schütterle von seinem Amt zurück. Die zahlreichen Bemühungen einen Nachfolger zu finden scheiterten, so dass die Kapelle pausierte, bis ein neuer Dirigent gefunden wurde.